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Ist Kaffee ungesund? Nicht die Bohne!  


Lange war sie Opfer übler Nachrede, war Vorurteilen ausgesetzt und wurde von gesundheitsbewussten Menschen schief angeguckt: Die Kaffeebohne. Ihr wurde nachgesagt, dass sie angeblich Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall fördere und dem Körper Wasser entziehe. Doch diese Vermutungen scheinen überholt zu sein, denn aktuelle Studien rücken die Kaffeebohne in ein neues Licht.
Die Auswertungen einer Langzeitstudie* mit fast 40.000 Teilnehmern haben gezeigt, dass zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kaffeekonsum kein negativer Zusammenhang besteht. Im Gegenteil: Kaffee weist sogar gesundheitsfördernde Eigenschaften auf.

Kaffeekonsum und seine Wirkung

Moderater Kaffeekonsum – bis zu vier Tassen am Tag – kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, so die Wissenschaftler. Den protektiven Effekt von Kaffee führen sie auf die darin enthaltenen Antioxidantien zurück. Diese Oxidationshemmer fangen freie Radikale ab, reduzieren folglich schädliche Wirkungen auf den Organismus und fördern somit das allgemeine Wohlbefinden. Zwar ist der Gesundheitszustand von Teetrinkern in der Regel besser als der von Kaffeetrinkern, doch das liegt laut Wissenschaftlern vor allem daran, dass Kaffeetrinker sich allgemein ungesünder ernähren und häufiger rauchen. Mit den Inhaltstoffen des Kaffees habe das nichts zu tun.

Einige aktuelle Studien zeigen sogar, dass das in der Kaffeebohne enthaltene Polyphenole durch seine gefäßerweiternde Wirkung Bluthochdruck vorbeugen kann. Schon längst hat die moderne Wissenschaft außerdem widerlegt, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht. Eine Entwässerung findet nur dann statt, wenn der Körper nicht an Kaffee gewöhnt ist. Da sich der Organismus aber schnell auf den schwarzen Muntermacher einstellt, eignet sich das Getränk sehr wohl als Flüssigkeitszufuhr.

Wissenswert

Trotz all seiner guten Eigenschaften muss gesagt werden, dass Kaffee nicht für jeden geeignet ist. Menschen mit Magenproblemen sollten ihn nur in Maßen genießen, da der Kaffeegenuss die Magensäureproduktion übermäßig anregt. Auch in der Schwangerschaft sollte nur wenig Kaffee getrunken werden, denn zu viel Kaffee kann das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Und, bleiben Sie bei einem moderaten Kaffeekonsum, denn zu viel Koffein kann auch zu erhöhter Nervosität und erhöhter Pulsfrequenz führen!


* de Koning Gans, J. M., Uiterwaal, C. S. P. M., van der Schouw, Y. T., Boer, J. M. A., Grobbee, D. E., Verschuren, W. M. M., et al. (2010). Tea and Coffee Consumption and Cardiovascular Morbidity and Mortality. Arterioscler Thromb Vasc Biol, 30(8), 1665-1671.

 

 

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