Bis zu sechs Jahre erlaufen sich Jogger an Lebenszeit – das hat eine dänische Studie herausgefunden. Interessanterweise profitieren nicht diejenigen am meisten, die am fleißigsten joggen, sondern Jogger, die es langsam angehen lassen. Also Läufer, die höchstens dreimal in der Woche zusammen 1 bis 2,4 Stunden in niedrigem bis mittlerem Tempo laufen. Wichtig ist es also, sich regelmäßig zu bewegen, es aber auch nicht zu übertreiben. Dann lebt man länger und bleibt gesund.

Es muss aber nicht unbedingt joggen sein. Viele andere Arten von Bewegung sind ebenso gut für die Gesundheit. Regelmäßige Bewegung festigt die Knochen, beugt Herz-Kreislauferkrankungen vor, hellt das Gemüt auf und verbessert die geistige Leistungsfähigkeit. Besonders gut sind Ausdauersportarten, denn sie haben viele positive Effekte auf die Gesundheit. Wählen Sie das, was Ihnen persönlich am meisten Spaß macht. Schwimmen, Walken, Fahrradfahren auf dem Rad oder dem Ergometer, Wandern, Inlineskaten, Skilanglauf oder Joggen: Wer sich bewegt, bleibt körperlich und geistig fit. Denn Sport ist die beste Medizin und es ist nie zu spät anzufangen. Bevor Sie Ihr Sportprogramm aufnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er kennt Ihre Erkrankungen oder kann gegebenenfalls einen Gesundheitscheck machen.

Aber Bewegung bedeutet nicht nur Sport. Jede Art von Bewegung ist gut für Ihre Gesundheit. Der tägliche Spaziergang oder regelmäßige Gartenarbeit haben auch einen positiven Effekt.

Warum ist Bewegung so gesund?

Der Mensch muss sich bewegen, damit der Organismus reibungslos funktioniert. Bewegen wir uns nicht ausreichend bilden sich körperliche Strukturen, wie beispielsweise Muskeln, zurück und die Organe sind weniger leistungsfähig.
Ausdauersport senkt die wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Blutdruck sinkt, der Blutfluss wird verbessert und der Ruhepuls sinkt. Außerdem steigt das gute Cholesterin HDL, der Zuckerstoffwechsel wird positiv beeinflusst und eine Gewichtsabnahme damit erleichtert. Hinzu kommt, dass Bewegung auch das Herzvolumen vergrößert. Pro Herzschlag werden dann mehr Blut und Sauerstoff zu den Muskeln und Organen transportiert. Das Herz muss dann nicht so hart arbeiten und auch der Herzmuskel wird besser mit Blut versorgt.

Welche Bewegung tut Ihrem Puls gut?

  • Gut sind aerobe Ausdauersportarten wie Schwimmen, Walken, Fahrradfahren, Wandern, Inlineskaten, Skilanglauf oder Joggen.
  • Achten Sie auf die optimale Pulsfrequenz. Bewegen Sie sich so, dass Sie sich dabei ohne Probleme unterhalten könnten.
  • Suchen Sie sich etwas aus, das Ihnen Spaß macht. Nur dann bleiben Sie dabei und bewegen sich regelmäßig.

Die Läufer-Studie im Detail

  • Läufer, die höchstens dreimal in der Woche zusammen 1 bis 2,4 Stunden in niedrigem bis mittlerem Tempo laufen hatten einen Lebenszeitgewinn zwischen 3,1 und 5,6 Jahren bei den Frauen und zwischen 2,6 und 6,2 Jahren bei den Männern – im Vergleich zu Nichtläufern.
  • Eine Laufzeit von unter einer Stunde pro Woche senkte das Sterberisiko gegenüber den Nichtläufern um 32 Prozent und eine Laufzeit von 1 bis 2,4 Stunden um 42 Prozent.
  • Mehr Training bringt keinen zusätzlichen Gewinn, im Gegenteil: Bei Trainingszeiten zwischen 2,5 und 4 Stunden wurden nur 21 Prozent gewonnen und bei mehr als vier Stunden nur 14 Prozent. Langsame Jogger verringerten ihr Sterberisiko sogar um 63 Prozent.
  • Bei der Häufigkeit des Trainings sah es ganz ähnlich aus: Bis zu dreimal Joggen pro Woche brachte 60 Prozent Risikoreduktion. Wer öfter lief, hatte sogar ein um 24 Prozent höheres Sterberisiko als ein Nichtläufer.

[Quelle: Am J Epidemiol 2013; online 28. Februar]

Halten Sie Ihr Herz mit Bewegung fit und pulsgesund – und haben Sie Spaß dabei!