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Schritt für Schritt die Pulsfrequenz stärken

Pulsfrequenz: Tipps für ein starkes Herz

Das menschliche Herz ist eine wahre Hochleistungsmaschine: Jeden Tag schlägt es etwa 100.000 Mal, in einem 70-jährigen Leben sind es rund 2,5 Milliarden Schläge, die bis zu 250 Millionen Liter Blut durch unsere Adern pumpen. Und das alles ohne Erholungspausen und in der Regel auch ohne Reparaturen. Die Häufigkeit, mit der das Herz in der Minute schlägt, kann man als Puls messen. Bei gesunden Menschen liegt die Pulsfrequenz zwischen 60 und 80 Schlägen in der Minute. Ist sie dauerhaft erhöht, wird das Herz über Gebühr belastet. Das ist besonders dann gefährlich, wenn das Herz bereits geschwächt ist.

Herzinsuffizienz wird im Alter häufiger

Eine solche Herzschwäche, in der Fachsprache Herzinsuffizienz genannt, tritt wie alle anderen Herzprobleme besonders häufig im höheren Alter auf. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels deutlich verringert ist. So kann nicht genug Blut durch den Körper gepumpt werden, und die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dann treten Symptome wie Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit, verringerte körperliche Belastbarkeit sowie Wassereinlagerungen in den Beinen auf.

Hohe Pulsfrequenz als Risikofaktor

Ursache für eine Herzinsuffizienz können zum Beispiel verengte Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, Diabetes, Entzündungen des Herzmuskels, Herzklappenfehler, angeborene Herzkrankheiten oder ein bereits überstandener Herzinfarkt sein. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Alkohol, Übergewicht und ein zu hoher Cholesterinspiegel. Oft unterschätzt werden die Risiken einer erhöhten Pulsfrequenz, denn auch sie überlastet das Herz und kann es so zusätzlich schwächen und die Lebenserwartung negativ beeinflussen. Entscheidend ist dabei der Ruhepuls. Liegt er bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz bei über 60 Schlägen pro Minute, sind sie laut der SHIfT-Studie (2010) stärker gefährdet, sogenannte kardiovaskuläre Ereignisse wie etwa einen Herzinfarkt zu erleiden.

Den Puls durch Bewegung stärken

Dr. med. Norbert Smetak, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie und Schirmherr der Initiative Pulsgesund, rät Betroffenen deshalb, aktiv an ihrer Pulsgesundheit zu arbeiten. Und “aktiv” ist dabei ganz wörtlich gemeint: “Körperliches Training hat einen sehr guten Einfluss auf den Puls”, erklärt der Experte. Ideal seien dabei aerobe Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen, Radeln im Freien oder auf dem Hometrainer, Wandern, Inlineskaten oder Skilanglauf. Sie trainieren den Herzmuskel und steigern das Pumpvolumen, so dass das Herz seltener schlagen muss und die Pulsfrequenz sinkt, was zu einer deutlichen Entlastung führt. Außerdem setzt die regelmäßige Bewegung den Blutdruck herab, verbessert Cholesterinwerte und Zuckerstoffwechsel und hilft nicht zuletzt, überflüssige Pfunde loszuwerden.

Viel hilft nicht viel

Für untrainierte Patienten mit schwachem Herzen klingt die Forderung nach sportlicher Betätigung zunächst oft etwas beängstigend. Aber man muss kein Leistungssportler werden, um seinem Herzen etwas Gutes zu tun. Im Gegenteil: Laut einer dänischen Studie ist maßvolle Bewegung sogar viel gesünder als hartes Training. Danach sollten etwa Jogger höchstens dreimal in der Woche und zusammengenommen nur eine bis knapp zweieinhalb Stunden laufen, um den besten Gesundheitseffekt zu erzielen. Bei diesem Trainingsmaß sank das Sterberisiko gegenüber Nichtjoggern um 42 Prozent, bei längerer Anstrengung stieg es jedoch wieder an. Für die optimale Trainingsintensität gilt: Man sollte sich während des Laufens noch problemlos unterhalten können. Die Pulsfrequenz ist also auch hier ein wichtiger Faktor. Grundsätzlich ist nicht nur Sport, sondern jede Art von Bewegung gut für Körper und Herz. Schon wer jeden Tag zügig spazieren geht, sich mit Freunden oder mit dem Partner zum Tanzen aufmacht oder im Garten werkelt, kann positive Effekte erzielen.

Vorher den Arzt befragen

Wer weiß, dass er unter Herzinsuffizienz leidet oder auch nur den Verdacht hat, sollte allerdings nicht einfach loslegen, sondern vorher einen Kardiologen zu Rate ziehen. Dieser kann die richtige Diagnose stellen und dem Patienten sagen, welches Training angemessen ist. Bei den Untersuchungen sollte nach Ansicht von Prof. Dr. med. Michael Böhm von der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum des Saarlandes auch stets routinemäßig die Pulsfrequenz gemessen und bei zu hohen Werten sofort gehandelt werden. “Patienten, die aufgrund ihres hohen kardiovaskulären Risikos dringend einer Herzfrequenzsenkung bedürfen, sollten dann sofort mit einem speziellen Pulssenker behandelt werden”, fordert der Facharzt. Dieser reduziere selektiv die Herzfrequenz, nicht aber den Blutdruck, und könne nachgewiesenermaßen die Symptome, die Sterblichkeit sowie die Häufigkeit von Krankenhausaufnahmen verringern.

Puls unter 60 einstellen

Die angestrebte Pulsfrequenz liegt bei Patienten mit Herzschwäche niedriger als bei gesunden Menschen: “Um tatsächlich einen maximalen Schutz zu gewährleisten, sollte nach den Ergebnissen der SHIfT-Studie die Herzfrequenz idealerweise auf Werte unter 60 Schläge pro Minute reduziert werden”, so Professor Böhm. Mittlerweile gäbe es hierzu auch Leitlinien, die eine standardisierte Messung empfehlen. Dabei werde der Puls nach einer fünfminütigen Ruhepause über 30 Sekunden gemessen und dieser Wert dann mal zwei genommen.

Behandlung frühzeitig beginnen

Mit der Einstellung solle man auch nicht zu lange warten, sondern Patienten, die auf die anderen laut Leitlinie empfohlenen Mittel stabil eingestellt sind, möglichst schnell innerhalb der ersten drei Monate behandeln. Professor Böhm: “Je länger man wartet, desto mehr Endpunkte können auftreten, vor allen Dingen Hospitalisierungen oder gar Tod aufgrund sich verschlechternder Herzinsuffizienz, die mit einer effektiven Frequenzreduktion zu verhindern gewesen wären.”

Erhöhter Puls: Vorsorge ist gut – Kontrolle ist besser

Herz-Patienten sollten ihren Puls im Blick behalten, um ihr Herz zu schonen

Ab 35 geht es los. Mit diesem Lebensalter haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre die Möglichkeit, ihre Gesundheit auf den Prüfstand zu stellen. Die Kosten für diese Gesundheitsuntersuchung, die der Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie der Zuckerkrankheit dient, tragen die Krankenversicherungen. Damit die relativ einfachen und wenig belastenden Check-ups einheitlich sind, hat das Bundesministerium für Gesundheit genau festgelegt, was sie beinhalten sollten. Ziel ist es, mögliche Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen und erste Anzeichen einer Erkrankung so früh wie möglich wahr zu nehmen. Möglicherweise können bereits scheinbar harmlose Befunde wie ein erhöhter Puls Indizien für eine Gesundheitsgefährdung sein.

Beim Check-up: Puls nicht vergessen

Ein eingehendes Anamnesegespräch über aktuelle Krankheiten und mögliche Vorerkrankungen in der Familie gehört ebenso zum Leistungsumfang wie eine Urinuntersuchung, die Rückschlüsse auf mögliche Nierenleiden zulässt. Anhand der Blutproben werden die Blutzucker- und Cholesterinwerte bestimmt. Sie können auch nähere Hinweise auf mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen liefern. Eine konkrete Einschätzung des aktuellen Gesundheitszustandes ermöglicht schließlich eine Ganzkörperuntersuchung, zu der auch eine Blutdruckmessung gehört. Dabei sollten Patienten darauf achten, dass neben dem Blutdruck auch die Pulsfrequenz überprüft wird. Denn Studien bestätigen, dass ein erhöhter Puls nicht nur die Entwicklung einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) fördert, sondern auch Herzrhythmusstörungen und das Auftreten von Herzinfarkten begünstigen kann.

Erhöhter Puls – gesteigertes Risiko

Wie eine dänische Langzeitstudie am Kopenhagener “University Hospital Gentofte” ergeben hat, geht ein erhöhter Ruhepuls immer mit einem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher – und dies auch bei Menschen, die als gesund und generell gut trainiert gelten. Für die Untersuchung wurden zwischen 1970 und 2001 die Daten von rund 3.000 Männern im mittleren Alter erfasst. Dabei zeigte sich, dass auch das Sterberisiko mit der Herzfrequenz stieg. Untersuchungsteilnehmer, deren Ruhepuls zwischen 81 und 90 lag, hatten ein doppelt so hohes Sterberisiko wie Probanden mit niedrigeren Werten. Bei einer Pulsfrequenz von über 90 war das Risiko sogar verdreifacht. Nach den Erkenntnissen der dänischen Mediziner reichen schon zehn bis 22 zusätzliche Schläge in der Minute aus, um das Sterberisiko um rund 15 Prozent zu steigern. Durch Rauchen wird das Risiko um weitere 20 Prozent erhöht. Nach den Erkenntnissen der Dänen gilt ein hoher Ruhepuls zudem als Indikator für mangelnde Fitness. Im Rahmen der Studie zeichneten sich vor allem Männer, die sich wenig bewegten, durch eine erhöhte Pulsfrequenz aus. Erhöhter Blutdruck, gesteigerte Cholesterinwerte und Übergewicht waren häufig weitere Merkmale dieser Teilnehmer.

Herz-Patienten besonders gefährdet

Unter Experten gilt die Tatsache, dass ein langsamer Puls das Leben verlängern und das Auftreten von Herzkrankheiten verringern kann, schon lange als unumstritten. Neu ist allerdings die Erkenntnis, dass ein erhöhter Ruhepuls für Patienten, die bereits unter einer koronaren Herzkrankheit (KHK) leiden, als ein unabhängiger Risikofaktor gewertet werden muss. Ist der Puls erhöht, kann dies Durchblutungsstörungen nach sich ziehen, die sich beispielsweise in schmerzhaften Angina-Pektoris-Anfällen äußern können. Engegefühle in der Brust und Atemnot gehören zu den typischen Begleiterscheinungen. Bei Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen, der so genannten Arteriosklerose, kann ein erhöhter Puls eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Herzens nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall kann dies in einem Herzinfarkt münden. Wenn sich der Herzmuskel häufig zusammenzieht, kann das Organ selbst nicht mit Sauerstoff versorgt werden. Ein hoher Pulsschlag hat daher ähnlich ungünstige Auswirkungen auf Herz und Blutgefäße wie ein zu hoher Blutdruck oder erhöhte Blutfettwerte. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Je langsamer der Puls ist, desto mehr Zeit steht für die lebensnotwendige Sauerstoffversorgung des Herzens zur Verfügung.

Pulssenkung als Schutzmaßnahme

Ähnlich wie die Senkung des Cholesterins oder des Blutdrucks ist daher die Senkung des Pulses eine wichtige Maßnahme, um Herz-Patienten vor weiteren Krankheitsereignissen am Herzen zu schützen. Zu den wichtigsten Faktoren, die das Tempo des Pulses beeinflussen, gehören eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Schon mit einer leichten Umstellung des Lebensstils können positive Effekte erzielt und ein erhöhter Puls gesenkt werden. Um einen dauerhaft erhöhten Puls zu senken, rät Dr. med. Norbert Smetak dazu, den Genuss von anregenden Substanzen wie Teein, Koffein und von Pulsbeschleunigern wie Nikotin zu reduzieren. Nach den Erfahrungen des Kardiologen aus Kirchheim hat zudem Sport in Form von zwei- bis dreimal pro Woche 30 Minuten Ausdauertraining einen sehr guten Einfluss auf die Pulsgeschwindigkeit. Bei vorliegenden Erkrankungen wie einer KHK oder Herzschwäche rät der Schirmherr der Initiative Pulsgesund, sich moderne Medikamente verschreiben zu lassen. “Neben sogenannten Beta-Blockern und speziellen Calciumantagonisten, die beide den Blutdruck senken, gibt es einen speziellen Pulssenker, der ausschließlich auf den Puls einwirkt.” Er hemmt die Schrittmacherzellen des Herzens und könne kombiniert mit Beta-Blocker eingesetzt werden.

Regelmäßige Pulskontrolle empfohlen

Wie keine andere Substanz wirkt der spezielle Pulssenker nach den Erkenntnissen von Experten direkt und ausschließlich auf den Taktgeber der Herzfrequenz und reduziert den Pulsschlag. Andere Herzfunktionen wie etwa die Schlagkraft oder der Blutdruck bleiben unbeeinflusst. Die positiven Effekte, die eine gezielte Pulssenkung bei Herzpatienten nach sich zieht, wurde auch in der so genannten BEAUTIfUL-Studie mit 11.000 Patienten mit KHK bestätigt. Die Ergebnisse der internationalen Studie belegen, dass ein erhöhter Puls – ab 70 Schläge pro Minute – mit einem gesteigerten Risiko für Erkrankungen am Herzen einhergeht. Zugleich konnte deutlich gezeigt werden, dass das Herz durch eine gezielte Pulssenkung geschützt werden kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird Herzpatienten geraten, ihren Ruhepuls regelmäßig selbst zu kontrollieren oder beim Arzt überprüfen zu lassen.

Tanz in den Mai mit einem “inTakten” Ruhepuls

Der Tanz in den Mai, eine schöne Tradition, die viele Menschen in Deutschland mit Freude verfolgen. Nicht ohne Grund: Denn Tanzen macht Spaß und die Bewegung ist gesund. Gerade die Bewegung zu Musik entspannt und ist gut für die Seele – egal ob Paartanz oder Tanzen in Clubs und Discos. Umso besser also, wenn man nicht nur in den Mai, sondern auch durch das Jahr tanzt. Denn Bewegung und Aktivität können den Ruhepuls senken und das Herz entlasten. So bleibt Ihr Puls im gesunden Bereich. Read more…

Achtung Herzinfarkt: Risikofaktoren für Herzinfarkt erkennen und vermeiden

Ein Herzinfarkt kann jeden treffen – rund 300.000 Deutsche ereilt dieses Schicksal pro Jahr, rund 50.000 versterben daran. Doch nur in seltenen Fällen tritt der Infarkt aus heiterem Himmel auf. Meist geht dem akuten Ereignis eine Vorgeschichte voraus – mit entsprechenden Grunderkrankungen wie Arteriosklerose, Angina Pectoris oder Herzschwäche. Diese wiederum werden durch Bluthochdruck, überhöhte Cholesterinwerte und einen zu schnellen Ruhepuls begünstigt. Wir berichten über die Risikofaktoren für Herzinfarkt.

Veranlagung und Lebensweise

Zu einem Teil sind all diese Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Alter, Geschlecht (Männer sind stärker gefährdet) und genetische Veranlagung bedingt. Zum anderen Teil liegen wichtige Risikofaktoren für Herzinfarkt und Co. in einer ungesunden Lebensweise und können durch entsprechendes Verhalten weitgehend vermieden werden. Jeder kann sein Herz selbst schützen.

Lebensstilbedingte Risikofaktoren für Herzinfarkt

Rauchen:
Nikotin verengt die Gefäße, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks führt. Außerdem steigert es die Pulsfrequenz – schon bei einer Zigarette um bis zu 30 Schläge pro Minute. Die Folge: Das Herz benötigt mehr Sauerstoff und muss sich gleichzeitig mehr anstrengen, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Eine große Belastung, die gerade bei vorgeschädigtem Herzen gefährlich werden kann. Zusätzlich fördert das Rauchen die Arterienverkalkung und die Gefahr von Blutgerinnseln. Wer sein Herzinfarktrisiko verringern will, sollte also unbedingt die Finger von den Glimmstängeln lassen. Übrigens: Auch Passivrauchen schadet!

Alkohol:
Ein Glas Wein oder ein Bierchen am Abend sind okay, aber übermäßiger Alkoholkonsum gehört ebenfalls zu den Risikofaktoren für Herzinfarkt. Denn Alkohol ist ein Zellgift, das den Herzmuskel schädigt und zu Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern führen kann. Zudem enthält Alkohol sehr viele Kalorien und schlägt sich deshalb leicht in ungesunden Fettpölsterchen nieder.

Bewegungsmangel:
Unsere weitgehend sitzende Lebensweise schadet dem Körper und ganz besonders dem Herz-Kreislauf-System, denn der Organismus braucht Bewegungsanreize, um reibungslos zu funktionieren. Das muss kein Hochleistungssport sein: Maßvolles Training – am besten in einer Ausdauersportart wie Walken, Joggen, Radeln oder Schwimmen – und Alltagsaktivitäten wie Spazierengehen oder Gartenarbeit sind viel gesünder. Bewegung wirkt, indem sie andere Risikofaktoren für Herzinfarkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindert: Sie senkt den Blutdruck, verlangsamt den Ruhepuls, kräftigt den Herzmuskel, reduziert Übergewicht und verringert die Wahrscheinlichkeit an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Mindestens zwei- bis dreimal die Woche sollte man für 30 Minuten in Schwung kommen.

Übergewicht:
Je schwerer der Körper ist, desto schwerer muss auch das Herz arbeiten, um ihn mit Blut zu versorgen. Das kann zu einer dauerhaften Überlastung etwa durch einen erhöhten, schnelleren Pulsschlag führen. Außerdem verstärkt Übergewicht andere Risikofaktoren für Herzinfarkt wie etwa hohe Cholesterinwerte und Arterienverkalkung, Insulinresistenz und daraus folgend Diabetes Typ 2 sowie Bluthochdruck. Meist führt es indirekt auch zu Bewegungsmangel, weil beleibte Menschen oft beim Sport beeinträchtigt sind. Für ein gesundes Herz sollte man also überflüssige Pfunde abbauen und bewusst essen: pflanzliche Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren, reichlich Obst und Gemüse, Seefisch und Vollkornprodukte. Sehr geeignet und dazu noch köstlich ist deshalb die sogenannte Mittelmeerküche.

Risiken, die “von innen” kommen

Während man die oben genannten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt weitgehend selbst im Griff hat, sind andere zwar von außen beeinflussbar, aber teils auch auf die individuelle Veranlagung zurückzuführen. Hier müssen oftmals Medikamente eingesetzt werden.

Erhöhter Ruhepuls:
Eine dauerhaft zu hohe Pulsfrequenz kann das Herz überlasten. Das gilt besonders, wenn bereits eine Herzschwäche – medizinisch Herzinsuffizienz genannt – vorliegt. Dann sollte der Ruhepuls, der bei gesunden Erwachsenen 60-80 Schläge pro Minute beträgt, auf eine Frequenz von 55-60 eingestellt werden. “Neben sogenannten Beta-Blockern und speziellen Calciumantagonisten, gibt es einen speziellen Pulssenker, der ausschließlich auf den Puls einwirkt”, erklärt dazu Dr. med. Norbert Smetak.

Hoher Cholesterinspiegel:
Überhöhte Cholesterinspiegel – besonders zu viel “schlechtes” LDL-Cholesterin – führen zu Arterienverkalkung und Gefäßschäden. Dagegen wirken cholesterinsenkende Medikamente, die vom der Arzt verordnet werden müssen. Der Patient selber kann durch eine gesunde Ernährung mit möglichst viel ungesättigten Fettsäuren (Stichwort Mittelmeerküche) zu gesunden Cholesterinwerten beitragen.

Bluthochdruck:
Liegt der Blutdruck in Ruhe dauerhaft über Werten von 140 zu 90 mmHg, so spricht man von Bluthochdruck, der zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gehört. Ursache sind gerade bei Senioren häufig bereits verengte Arterien und steifer werdende Gefäßwände. Dann muss das Herz mehr Arbeit leisten und wird auf Dauer geschädigt. Günstig beeinflussen lässt sich der Blutdruck durch Bewegung, Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung und das Vermeiden von übermäßigem Stress. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sollte er medikamentös auf niedrigere Werte eingestellt werden.

Diabetes mellitus:
Diabetiker haben gegenüber Gesunden ein deutlich erhöhtes Herzinfarktrisiko. Deshalb sollten Diabetiker besonders sorgsam mit Ihrem Herzen umgehen und weitere mögliche Ursachen wie das Rauchen unbedingt meiden. Dem weitaus häufigeren Diabetes Typ 2 kann man außerdem durch eine gesunde Lebensweise vorbeugen oder ihn bei bereits bestehender Krankheit deutlich bessern. Dazu gehören viele der oben genannten Maßnahmen. Liegt ein behandlungsbedürftiger Diabetes vor, sollte man seine Blutzuckerwerte sorgfältig kontrollieren und auf eine gute Einstellung achten, um das Herz zu schonen.

Wer die genannten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt kennt und aktiv an ihrer Vermeidung oder Minimierung arbeitet, hat eine gute Chance, mit gesundem Herzen alt zu werden. Beratung und Unterstützung kann man sich dabei bei seinem Hausarzt oder Kardiologen, der Krankenkasse, Sportvereinen und Ernährungsberatern einholen. Es lohnt sich!

Herzfrequenz messen und regelmäßige Bewegung bedeuten längeres Leben

Bis zu sechs Jahre erlaufen sich Jogger an Lebenszeit – das hat eine dänische Studie herausgefunden. Interessanterweise profitieren nicht diejenigen am meisten, die am fleißigsten joggen, sondern Jogger, die es langsam angehen lassen. Also Läufer, die höchstens dreimal in der Woche zusammen 1 bis 2,4 Stunden in niedrigem bis mittlerem Tempo laufen. Wichtig ist es also, sich regelmäßig zu bewegen, es aber auch nicht zu übertreiben. Dann lebt man länger und bleibt gesund.

Es muss aber nicht unbedingt joggen sein. Viele andere Arten von Bewegung sind ebenso gut für die Gesundheit. Regelmäßige Bewegung festigt die Knochen, beugt Herz-Kreislauferkrankungen vor, hellt das Gemüt auf und verbessert die geistige Leistungsfähigkeit. Besonders gut sind Ausdauersportarten, denn sie haben viele positive Effekte auf die Gesundheit. Wählen Sie das, was Ihnen persönlich am meisten Spaß macht. Schwimmen, Walken, Fahrradfahren auf dem Rad oder dem Ergometer, Wandern, Inlineskaten, Skilanglauf oder Joggen: Wer sich bewegt, bleibt körperlich und geistig fit. Denn Sport ist die beste Medizin und es ist nie zu spät anzufangen. Bevor Sie Ihr Sportprogramm aufnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er kennt Ihre Erkrankungen oder kann gegebenenfalls einen Gesundheitscheck machen. Read more…

Trinken ist wichtig für Ihr Herz – nicht nur im Sommer

Wir hören immer wieder, wie wichtig es ist genug zu trinken. Die Haut bleibt schön, wir fühlen uns besser und bleiben gesünder und fitter. Besonders Herz und Puls bieten handfeste Gründe auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wenn wir nicht genug trinken oder dem Körper durch starkes Schwitzen viel Flüssigkeit verloren geht, nimmt das Blutvolumen ab. Dadurch sinkt der Blutdruck. Das Herz versucht nun, das auszugleichen, indem es schneller schlägt. Die Folge: Der Puls ist erhöht. Hinzu kommt, dass das Blut bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr dicker wird und damit die Gefahr der Verengung der Blutgefäße steigt. Gerade bei längeren Hitzeperioden ist daher das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht. Genug trinken ist also wichtig für das Herz. Nicht nur in der heißen Jahreszeit, sondern das ganze Jahr durch. Read more…

Wandern Sie durch den Herbst und bleiben Sie pulsgesund!

Im Herbst zieht es viele hinaus in die Natur. Es ist nicht mehr so heiß wie im Sommer, aber es gibt noch viele schöne Tage. Wandern ist eine gute Möglichkeit die Gegend zu erkunden, mit Freunden zusammen zu sein und gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun. Diese schonende Art der Bewegung hat viele positive Effekte auf die Gesundheit und ist in jedem Alter und bei fast jedem Fitnesszustand möglich. Fangen Sie mit kleinen Spaziergängen an und suchen Sie dann immer größere Runden heraus.

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Die Ehe schützt das Herz – und was Sie sonst noch tun können

Verheiratet zu sein hat viele Vorteile. Einer davon ist offensichtlich ein längeres Leben. Das haben zumindest finnische Wissenschaftler herausgefunden. Denn Verheiratete bekommen seltener einen Herzinfarkt als Alleinstehende. Für die Studie wurden Daten aus dem finnischen Herzinfarktregister ausgewertet. Unverheiratete hatten in dieser Studie nicht nur häufiger einen Herzinfarkt, sie starben auch häufiger an den Folgen – das galt für Männer und Frauen. Ein verheirateter Mann hatte ein Todesfallrisiko von 26 Prozent nach einem Herzinfarkt, war er nie verheiratet betrug es 51 Prozent. Männer und Frauen, die schon mal verheiratet waren, haben bessere Chancen als solche, die nie eine Ehe eingegangen sind.

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Pulsgesund durch den Büroalltag

Dass Rauchen, Alkohol, fettes Essen und Bewegungsmangel der Gesundheit schaden, ist hinlänglich bekannt. Aber es gibt noch einen weiteren unter-schätzten Faktor, der unsere Gesundheit im Alltag maßgeblich beeinflusst: fehlerhaft ausgeübte Büroarbeit. Vor allem durch den damit häufig verbundenen Mangel an körperlicher Betätigung fühlen sich Pulsgesundheit und Herz-Kreislauf-System buchstäblich sitzen gelassen. Read more…